Traumbewusstsein

Traumbewusstsein

Mit der inneren Aktivität des Träumens verarbeiten wir die Belastungen und Anforderungen des Alltags. Manche Menschen haben auch visionäre Erlebnisse im Traumzustand. Nach dem Aufwachen werden die Träume der Nacht meistens schnell vergessen. Mit wachsendem Kosmischen Bewusstsein nehmen die Erfahrungen des „Zeuge seins“ zu (english: witnessing), der Koexistenz von innerer, transzendentaler Wachheit und dem Traumzustand.

 

Ernst-Peter: Das Träumen und die Erfahrung des Wachzustandes sind im Kosmischen Bewusstsein so wie früher, werden aber nun als „getrennt vom reinen Bewusstsein“ erfahren.

Claus: Ab und zu träume ich vom Yogischen Fliegen. Dann schwebe ich dicht über den Matten der Flughalle, völlig schwerelos und mit einem intensiven Gefühl, von der Ganzheit getragen zu sein. Manchmal fliege ich dann auch mehrere Meter hoch, und ich werde gewahr, wie das Flugsutra genau funktioniert. Als ich einmal aufwachte, setzte ich mich sofort hin und machte mein Programm, solange die Erinnerung noch frisch war. Ich merkte, wie das Flugsutra perfekt funktioniert, der Körper aber unter den jetzigen Bedingungen immer wieder rasch auf die Matte fällt. Aber der gewünschte Effekt maximaler Kohärenzerzeugung ist bereits da: „Every hop is a cosmic smile“ (einer von Maharishis Lieblingsausdrücken).

Heinz: Die Träume haben sich völlig gewandelt. Sie sind (von seltenen Ausnahmen abgesehen) nicht mehr Stresslösungsträume, da der Tages-Stress sich eigentlich nie bis zur Nacht im Nervensystem hält, sondern immer sofort gereinigt wird. Jetzt sind meine Träume eher subtile Wachbewusstseinserfahrungen geworden. Sie kommen in drei Kategorien: Zukunftsvisionen, Erinnerungen früherer Leben und Kommunikation mit den Devas. So ist es ganz natürlich, dass ich kurz vor dem Aufwachen eine traumähnliche Vision des anbrechenden Tages bekomme. Oder es sind Visionen der nächsten Wochen, Monate oder Jahre, oder des ganzen zukünftigen Lebensweges. Wenn ich in meinem Jyotish Dasha Plan scheinbar negative Phasen habe, erlebe ich diese nicht mehr als Lebensereignisse, sondern als Erinnerungen an die entsprechenden schlimmen Zeiten in früheren Leben. Diese Erinnerungen sind sehr detailgenau, und in ihrer Gesamtheit werden sie zu Gedächtnisinhalten, die dann jederzeit von mir abrufbar sind, wie von einem Lebewesen, das bereits seit vielen Tausenden von Jahren auf diesem und anderen Planeten gelebt hat und sich an die Einzelheiten erinnern kann. – Die dritte Kategorie, die Kommunikation mit den Devas, ist am interessantesten. Die Devas erscheinen mir und stellen sich durch ihre besonderen Merkmale vor. Sie bieten mir immer ihre besondere Hilfe oder besonderes Wissen an. Obwohl ich auch im Wachbewusstsein des Gottesbewusstseins diese Kommunikation herstellen kann, überraschen sie mich doch immer wieder im Traum. Alle bedeutenden Vedischen Devatas sind mir so bereits erschienen. Hier ein Beispiel: Zwei Wochen vor diesem großen Tsunami bei Indonesien ist mir der Herr der Meere, Varuna, erschienen. Er war wirklich beeindruckend mit seinem ganzen Hofstaat im Meer, auf seiner Meereskutsche, mit seiner schönen, klugen und liebenden Gattin, mit seinen Vertrauten und Beratern und den vielen Tausenden von Meerestieren in seinem Gefolge. Und er war wütend. Wütend über die anhaltende Zerstörung der Meere durch die Menschen. Dann zeigte er mir mit einem Schwung, der die Form eines halben Mondes hatte (= 2 Wochen), dass er das Meer erschüttern würde. Zwei Wochen später erfuhr ich dann in den Nachrichten vom Tsunami vor Indonesien, der bis Indien und Sri Lanka reichte.