Transzendentales Bewusstsein (Samadhi)

Transzendentales Bewusstsein (Samadhi)

Die Vedischen Schriften bezeichnen diesen Zustand als Turīya (sanskrit: „der vierte“ Zustand). Es ist das reine Bewusstsein, absolut und bar jeder Spur des Relativen: der Atman, unsere tiefste Ebene der Existenz, das höhere Selbst (im Gegensatz zum Ego, dem kleinen Selbst, das sich mit ansteigendem reinen Bewusstsein immer mehr verfeinert, bis es den Zustand des großen Selbst annimmt).

 

Ernst-Peter: Es geschah häufig, insbesondere als ich in Maharishis Ashram in Indien war, dass ich für mehrere Stunden in diesem reinen unbegrenzten Bewusstsein war. Wenn ich dann in meinen wahrnehmenden Zustand zurückkam, war ich immer vollkommen erstaunt, wieso es schon so spät war. In dem reinen Bewusstsein gibt es keine Zeit, keinen Raum und auch keine Erfahrungen. Erst als ich dann wieder mehr im Relativen war, konnte ich darüber nachdenken, was in der verflossenen Zeit passiert war. In Wirklichkeit war gar nichts passiert. „Es“, die Stille, die weiche Helligkeit war einfach da. Diese innere Wachheit ist im Laufe der Jahre immer konkreter und stabiler geworden. Ich kann nicht sagen, ob die Wachheit jetzt für alle Zeiten stabilisiert ist, aber seit sehr langer Zeit bin ich nachts immer wach. Mein Körper benötigt seine nächtliche Ruhe, aber er ist in der Lage, sich in wenigen Stunden, oder manchmal auch nur in wenigen Minuten zu regenerieren.

Heinz: Natürlich praktiziere ich sehr gerne weiter die TM. Die Transzendenz ist eigentlich nicht mehr transzendent, sondern nur "Ich" in der ruhigsten Form. Nichts mehr ist unbekannt oder transzendent, sondern es ist einfach der Grundzustand, der dem Körper als Erholung dient.